Wir wollen uns, wie Wes Anderson zum  Spielfilm Grand Budapest Hotel, inspirieren und an ein untergegangenes Europa durch Stefan Zweig erinnern lassen. Nils Strunk, Staatsschauspieler und Musiker, liest und musiziert von und aus Stefans Zweigs Gesamtwerk. Es wird aktueller sein als man glaubt.

Wingert Vinothek

Obere Webergasse 50

17 Uhr

Sonntag, der 29.5.2016

Wegen dem begrenzten Platzangebot bitten wir um Anmeldung!

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien als Sohn des wohlhabenden jüdischen Textilfabrikanten Moritz Zweig und dessen Frau Ida geboren. Sein Gesamtwerk zeichnet sich durch eine hohe Dichte an Novellen (Schachnovelle, Der Amokläufer etc.) und historisch basierten Erzählungen aus. Reduzierte man das Werk Zweigs auf die vier dominierendsten Charakteristika, so beschriebe man es vermutlich mit den Begriffen Tragik, Drama, Melancholie und Resignation. Nahezu alle Werke Zweigs enden in tragischer Resignation; der Protagonist wird durch sowohl äußere als auch innere Umstände am Erlangen seines Glücks, welches unmittelbar erreichbar scheint, gehindert, was damit umso tragischer wirkt.

Sein Werke verband subtile Seelenkenntnis mit einem spannungsreichen Erzählstil. Der Erste Weltkrieg machte Zweig zum Pazifisten. 1920 heiratete er Fridenke von Winternitz. Er wohnte von 1919 bis 1934 in Salzburg, ehe er nach London emigrierte. Viele Studien- und Vortragsreisen führten ihn nicht nur in die westeuropäischen Länder, sondern auch nach Indien 1910, Nord- und Mittelamerika 1912, die Sowjetunion 1928 und ab 1935 mehrfach nach Südamerika. 1938 war seine erste Ehe geschieden worden – 1939 heiratete er Lotte Altmann. Er lebte kurze Zeit in New York und siedelte 1941 nach Petropolis (Brasilien) über, wo er am 22. Februar 1942 zusammen mit seiner zweiten Frau den Freitod suchte. In seinem Nachlaß fanden sich auch seine Erinnerungen eines Europäers, die voll Nostalgie und Trauer „Die Welt von Gestern beschwören.“

Kulturtage Bergkirchenviertel

Sonntag, 3. Mai, 18 Uhr, Eintritt frei
Wingert Vinothek, Obere Webergasse 50, 65183 Wiesbaden

Transkription des unmittelbaren Lebens

Soirée mit Texten von Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre
Ungewöhnlich war sie, die Liebe zwischen der großen Feministin Simone de Beauvoir und dem Philosophen Jean-Paul Sartre. Sie entblättert sich in einem über Jahrzehnte andauernden Briefwechsel zwischen den beiden, die sich so nahe kamen und sich doch ein Leben lang gesiezt haben. Irgendwo zwischen der Proklamation der freien Liebe und der daraus resultierenden Eifersucht, zwischen Rationalität und Emotionalität, zwischen Alltäglichem und Hochphilosophischen entwickelten die beiden Ausnahmedenker ihr ganz privates Reich der Verbindlichkeit.
Aus dem Briefwechsel lesen Lisa Stiegler (Schauspiel Frankfurt) und Christian Erdt (Hessisches Staatstheater Wiesbaden).

Deutschland – ein Wintermärchen: Heinrich Heine
Gelesen wie gesprochen von Stefan Bieker
Ort Wingert Vinothek Obere Webergasse 50
Datum 31. Mai 2015
Zeit 18 Uhr
Eintritt frei

Das küßte mich auf deutsch und sprach auf deutsch
(Man glaubt es kaum Wie gut es klang)
das Wort: „Ich liebe dich!“
Es war ein Traum.

Heine gilt als „letzter Dichter der Romantik“ und zugleich als deren Überwinder. Er machte die Alltagssprache lyrikfähig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh der deutschen Literatur eine zuvor nicht gekannte elegante Leichtigkeit. Die Werke kaum eines anderen Dichters deutscher Sprache wurden bis heute so häufig übersetzt und vertont. Als kritischer, politisch engagierter Journalist, Essayist, Satiriker und Polemiker war Heine ebenso bewundert wie gefürchtet. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner politischen Haltung wurde er von Antisemiten und Nationalisten über seinen Tod hinaus angefeindet. Die Außenseiterrolle prägte sein Leben, sein Werk und dessen Rezeptionsgeschichte.

 

2 Jahre Wingert Vinothek in der Oberen Webergasse!
Lobo und Johnny spielen wieder am 25 April 2015

Es kommt noch mehr Poesie und Rock & Roll in mein Wohnzimmer – es wird musiziert!
Wolf & Johnny bespielen wieder die Wingert Vinothek. Die ersten Töne werden gegen 19.00 Uhr erklingen. Was und wie lange die Töne kreisen werden, wissen wir selber nicht. Musik für das Wohnzimmer – das ist Gitarre und Gesang! Eintritt frei!